Manche Geschichten beginnen durch puren Zufall und werden mit der Zeit zu etwas viel Tieferem. Genau das haben wir erlebt, als wir sechs leidenschaftliche Sammler trafen, die eine gemeinsame Vorliebe verbindet: Sie lieben Prodir-Stifte.
Erling, Frank und seine Frau Marta, Franco, Mimmo und seine Frau Maria verbrachten einen ganz besonderen Tag mit uns, gemeinsam haben wir unsere drei Produktions- und Betriebsstandorte in Novazzano, Cadempino und Lamone besucht. Es war eine Reise durch unsere Produktionsräume, durch Handwerkskunst und Unternehmenskultur, ihren Höhepunkt erlebte sie in einer Unternehmenspräsentation und gemeinsamen Gesprächen mit unserem Marketingteam.
In den Gesprächen wurden nicht nur eine Reihe von Antworten gegeben, vielmehr entstand eine gemeinsame Geschichte voll mit Erinnerungen, Gefühlen und echter Begeisterung.
Wo beginnt eine Leidenschaft?
Jeder Sammler hat seine sehr eigene Geschichte, aber all diese Geschichten verbindet eine Gemeinsamkeit: eine Zufallsbegegnung.
Für Erling begann alles im Jahr 1996, als er seinen ersten Prodir-Stift entdeckte. Der Stift fiel ihm direkt ins Auge. Und so führte ein Stift zum nächsten, und was als Neugierde begann, wurde bald zu einer umfangreichen Sammlung.
Franks Geschichte verlief ähnlich: eine Fachmesse, ein Objekt erregt seine Aufmerksamkeit, ein Augenblick des Entdeckens. Aus diesem ersten Stift wurde Hochachtung für gelungenes Design, Schreibqualität und Beständigkeit – natürlich wurde der Wunsch geboren, mit dem Sammeln zu beginnen.
Franco steht für eine jüngere Generation von Sammlern. Seine Reise begann mit Beziehungen und Bekanntschaften mit anderen Enthusiasten. In seinem Fall ist Leidenschaft etwas, das weitergegeben wurde, etwas wie eine gemeinsame Kultur.
Mimmos Geschichte ist wahrscheinlich die spontanste: Ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein, sammelte er schon länger Schreibgeräte, er behielt sie einfach, und was da fast beiläufig begonnen hatte, wandelte sich mit der Zeit zu einer strukturierten Sammlung.
Marta und Maria: Wenn man eine gemeinsame Leidenschaft entdeckt
Neben den Sammlern gibt es noch Maria und Marta, die man im traditionellen Sinn zunächst nicht als Sammlerinnen bezeichnen würde, die aber, jede auf ihre Weise, eine wichtige Rolle spielen.
Sie fanden durch ihre Ehemänner Frank und Mimmo langsam Zugang zu dieser Welt und begannen ihren Wert schätzen zu lernen. Marta sagte, es wäre nicht das Produkt an sich gewesen, was sie zunächst begeisterte, vielmehr seien es die Atmosphäre, die Leute und das Umfeld dahinter gewesen.
Ihr Besuch der Produktionsstätten habe diesen Eindruck verstärkt. Sie habe festgestellt, dass es eben nicht nur um Stifte gehe, sondern um das System aus Fachwissen, Verbindungen und Sorgfalt, das dahintersteht. Daraus sei für sie eine emotionale Bindung erwachsen, obwohl sie selbst ja nicht selbst sammle.
Maria teilte diese Ansicht: Die Sammelleidenschaft entstand für sie aus einem gemeinsamen Erlebnis, aus einem Miteinander im Alltag.
Sammelleidenschaft: Zwischen Methode und Emotion
Sammlungen spiegeln sehr oft die Persönlichkeit derer, die sie aufbauen.
Erling ist eine sehr strukturierte Sammlerpersönlichkeit, mit Zehntausenden sorgsam katalogisierten und organisierten Schreibgeräten. Seine Sammlung ist fast wissenschaftlich aufgebaut, dabei geprägt von Hingabe und Entschlossenheit.
Frank folgt einer eher thematischen Logik, er ordnet seine Schreibgeräte nach Modellen, Farben und Themen mit einem besonderen Schwerpunkt im Bereich des Transportwesens, wie Fluggesellschaften, Eisenbahnen und Schifffahrtslinien.
Mimmo geht instinktiver vor, seine Stifte sind nach Farbe und Model geordnet, jedoch geht es ihm besonders um die Erfahrung ihrer ersten Benutzung. Bei ihm kam jeder Stift zur Anwendung, er wurde ausprobiert und erlebt.
Franco dagegen folgt einer einzigartigen Perspektive: Für ihn besitzt jeder Stift denselben Wert. Es gibt keine Lieblingsteile, denn jeder einzelne hat seine ureigene Identität. So wurde seine Sammlung zu einer harmonischen Einheit, in der jedes Stück eine besondere Bedeutung hat.
Mehr als ein Objekt: Emotionale Wertigkeit
In jeder dieser Geschichten zeigt sich eins: Jeder Stift ist niemals nur ein Werkzeug.
Er ist verbunden mit gelebten Augenblicken.
Er wird Teil einer wichtigen Entscheidung.
Er ist verbunden mit Erinnerungen an Orte, Ereignisse und Erlebnisse.
Eine ganz besondere Geschichte handelt von der Unterzeichnung der Rentenunterlagen, hier wurde die Wahl des Stifts zu einem symbolischen Akt, Schreiben wandelte sich zu etwas zutiefst Persönlichem.
Diese Geschichten zeigen, wie ein so einfaches Objekt wie ein Stift eine tiefe emotionale Bedeutung annehmen kann.
Schreiben in einer digitalen Welt
Eins der stärksten Themen, das in unseren Gesprächen zur Sprache kam, ist die Bedeutung des handschriftlichen Schreibens in der heutigen Zeit.
In einer zunehmend digitalen Welt, steht ein Stift für mehr als seine reine Funktion, er ist etwas sehr Menschliches.
Für die meisten von ihnen bedeutet handschriftliches Schreiben:
- sich besser erinnern
- den Gedanken Form geben
- etwas Persönliches und Authentisches schaffen
Schreiben wird so zu bewusstem Handeln, es ist langsam, aber bedeutungsvoll. Es steht nicht nur für eine Funktion, es ist ein Erlebnis
Einige beschreiben die Handschrift sogar als wesentlichen Teil des immateriellen Kulturerbes der Menschheit. Das ist eine starke Aussage, die zeigt, mit welcher Bedeutung Handschrift belegt wird.
Eine Gemeinschaft rund um den Stift
Ein weiteres erstaunliches Element des Sammelns ist die soziale Dimension.
Diese Leidenschaft erzeugt Beziehungen, Freundschaften und Verbindungen. Sammler tauschen Stifte, teilen Geschichten und führen Gespräche über Kulturen und Länder hinweg.
Unter seinen Freunden ist zum Beispiel Erling als „Prodir King“ bekannt, ein Spitzname, der nicht nur den Umfang seiner Sammlung spiegelt, sondern vor allem auch seine Hingabe.
In einem solchen Zusammenhang werden Stifte zu einer gemeinsamen Sprache, zu einem Medium, das Menschen zusammenbringt.
Ein Wort, um Prodir zu beschreiben
Am Ende des Gesprächs baten wir jeden Teilnehmer, Prodir mit nur einem Wort zu beschreiben.
Die Antworten waren einfach und aufrichtig:
- Freundschaft
- Leidenschaft
- Erfahrung
Wörter, die genau das auf einen perfekten Nenner brachten, was wir an diesem Tag erlebt haben.
Was wir mit Erling, Frank, Marta, Franco, Mimmo und Maria teilten, war mehr als ein einfaches Treffen mit Sammlern.
Es war eine Reise zu der tieferen Bedeutung eines Objekts, das in seiner scheinbaren Einfachheit eine Reihe von Werten, Beziehungen und Gefühlen erzeugt.
In einer schnellen und digitalen Welt steht der Stift immer noch für etwas Besonderes, etwas Wesentliches: eine menschliche Geste; ein einzigartiges Zeichen; eine Geschichte, die darauf wartet, geschrieben zu werden.
